firegate - JUKEBOX

15.11.2009 00:28 Age: 9 yrs

Westone XL-10

Category: Gitarre

Les Paul für den kleinen Geldbeutel

Korpus: Linde

Decke: gewölbt, body binding, geflammtes Ahorn, Sunburst

Hals: geleimt, Ahorn

Griffbrett: Palisander

Hardware: Chrom, cream-coloured fretboard binding, perloid inlays

Mensur: 24.75"

Bünde: 22

Mechaniken: Kluson

PU: 2 x Wilkinson® Humbucker with chrome cover

3 way toggle switch
2 x volume controll
2 x tone controll

Ja, wo fange ich am besten an? Erst einmal schauen, was der Hersteller sagt:

  • Ausgesuchte Klanghölzer, vorbildliche Verarbeitung und eine herausragende Optik sind die charaktersitischen Merkmale der WESTONE XL-10
  • Die erstklassige Tonübertragung der beiden Special Designed Wilkinson®  Humbucker und der eingeleimte Hals sorgen für den voluminösen Sound und das excellente Sustain.
  • Das herausragende Handling und die leichte Bespielbarkeit selbst in den hohen Lagen, machen das "Rocken" mit der XL10 zu einem Genuss.

Die Verarbeitung der Gitarre ist soweit recht gut. Die Bundstäbchen sind alle gleichmäßig gefeilt und auch die Saitenlage nebst Oktavreinheit und Halskrümmung ist ab Werk optimal eingestellt. Nach dem Stimmen der Saiten kann man also sofort loslegen.

Vorher noch einen Blick auf die Optik. Der Cherry Sunburst lackierter Korpus zeigt eine spiegelglatte Oberfläche und keinerlei Unebenheiten. Die cremefarbenen Bindings harmonieren mMn sehr schön mit der Lackierung.

Die vom Werk aufgezogenen 10er Saiten sind für meine Gewohnheit jedoch nix, so dass ich die LP gleich dem Härtetest unterziehen muss. Saiten runter und Ernie Ball 11-54 Beefy Slinky rauf und da kommt schon das erste Manko. Die Mechaniken laufen extrem schwergängig, so dass man erst nach einigem Drehen überhaupt eine Veränderung des gespielten Tones merkt. Im Gegenzug dazu habe ich jedoch festgestellt, dass sich das sehr positiv auf die Stimmstabilität auswirkt. Erstaunlicherweise ist trotz des Wechsels der Saitenstärke sowohl der Hals, als auch die Oktavreinheit stabil geblieben. Da hat sich auch in den nächsten Tagen nichts mehr getan.

Mit neuen Saiten kann ich die Klampfe dann auch einem Praxistest unterziehen. Zum Vergleich muss meine geliebte Epiphone Studio herhalten. Nach den ersten Anschlägen merkt man dann auch schon, dass der Output der Tonabnehmer hinter dem Vergleichsmodell zurückbleibt, der Sound ist alles in allem etwas dünn und blechern (siehe Klangbeispiel clean). Der Hals lässt sich dank der Saitenlage und des ebenen Griffbretts sehr schön bespielen.

Nach ein paar Praxiseinsetzen kommen dann auch die nächsten Mankos zum Tragen: Der Toggle-Switch hat sich bei häufiger Benutzung lose gedreht und steht nun um 90° gedreht auf dem Korpus. Obwohl ich diesen mehrfach neu ausgerichtet und festgeschraubt habe, stellt sich dieser Zustand immer wieder ein. Auch die Volumenpotis lassen in ihrer Festigkeit nach und man muss immer wieder aufpassen beim Auf- und Zudrehen nicht die Kabel der Elektrik abzureißen.

Persönliches Fazit: Sehr schöne Anfängergitarre für unter 200 EUR, die einem zu Hause keine Probleme bereitet. Im Laufe weitere Bandproben musste ich jedoch feststellen, dass der Sound einfach zu wünschen übrig lässt und ich habe mich wieder von ihr getrennt.

PRO

  • stimmstabil
  • gute Fertigung
  • optimale Einstellung ab Werk

CONTRA

  • Probleme mit dem Toggle-Switch und den Potis
  • schwergängige Mechaniken
  • Sound dünn

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